Gute Tat zu verschenken

Ich hatte heute eine echt nette Begegnung mit der Polizei und habe dabei sogar noch eine gute Tat vollbracht.
Aber der Reihe nach: Am Wochenende habe ich ein wenig bei uns in der Küche und in der Abstellkammer ausgemistet. Kaputtes weg, Manches hübsch gemacht und wieder in Gebrauch genommen und Anderes, das ich nicht mehr brauche oder das einfach schon immer hässlich aber noch heil war, habe ich einfach mal mit dem Titel „zu verschenken“ ins Netz gestellt (ebay Kleinanzeigen, falls es jemand genau wissen will). Funktionstüchtige Dinge einfach in die Mülltonne zu kloppen, finde ich doof.

Lustigerweise dauerte es sowohl bei dem „wunderhübschen“ Keramik-Salzfass (nicht alt, sondern ein Geschenk aus einem der unzähligen Retro-Billig-Nachmach-Deko-Läden) als auch bei einem hellblauen, gerippten Blumenübertopf kaum mehr als zwei Minuten und das Telefon klingelte. Wieder jeweils nur etwa eine halbe Stunde später standen diejenigen, die ich mit meinem aussortierten Krimskrams glücklich machen konnte, vor der Tür und haben mich einerseits davon befreit und mir andererseits auch noch ein echt gutes Gefühl gegeben, dass meine Verschenk-Idee fast so etwas wie eine gute Tat ist.
Bei dem Blumenübertopf klappt das übrigens wirklich, denn der steht zukünftig bei der Berliner Polizei im Opfer-Warteraum oder so (wie der Raum wirklich genau heißt, habe ich vergessen, sorry). Schon am Telefon meinte die Frau zu mir, dass ich bloss nicht erschrecken soll, wenn gleich die Polizei vor der Tür steht. Kurze Zeit später hat sie dann geklingelt und stand wirklich in Uniform vor mir: „Echt schöner Topf“ waren ihre Worte als sie strahlend wieder zurück zum Streifenwagen ging.

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