Der Umwelt zuliebe

Demo44Vorhin in der Fußgängerzone: Eigentlich hatte ich mir vorgenommen erst wieder im nächsten Jahr in einen Laden, ein Einkaufszentrum oder irgendetwas ähnliches zu gehen. Aber blöderweise war da noch das Buch, das die Buchhandlung vor ein paar Tagen nicht auf Lager hatte. Also Bestellzettel eingepackt und los zum Buchladen.

Dann die typische Szene: Alles voller Menschen und wie so oft die Frage „Fahren Sie weg?“ auf der Suche nach einem Parkplatz, als ich einen Typen auf sein Fahrzeug zugehen und den Schlüssel zücken sah. Dicht an dicht waren alle anderen Plätze belegt. Und ich hatte Glück, denn der nette Herr machte Platz, obwohl er gar nicht wegfahren wollte. Er kettete sein Fahrrad los, schob es ein Stück weiter nach vorne und ich konnte meines hinter seinem an dem Metallpfosten festschließen. „Vielen Dank“, sage ich da und stolz auf die vielen Radfahrer.

Natürlich macht das Parkplatzsuchen auch mit dem Fahrrad wenig Spaß, aber dass es mittlerweile immer häufiger dazu kommt und dass neben Fahrradständern und Laternen auch alle möglichen Pfosten von Verkehrsschildern, Mülleimer, Baustellenzäune etc. für Fahrräder benötigt werden, dass immer mehr zum Radfahren über gehen und das Auto stehen lassen ist toll.

Traurig ist nur, dass der Klimawandel mittlerweile schon so spürbar ist, dass man heute (ein Tag vor Weihnachten) beim Radfahren richtig ins Schwitzen kam – also beim gemächlichen Alltags-Erledigungs-Radfahren. Wir hatten heute fast 10 Grad und Sonnenschein. Da stimmt doch was nicht!

In Gedanken an die Umwelt habe ich heute aber noch ein anderes Thema, über das ich bei der Lektüre des neuen Bienen-Journals gestolpert bin: Mikroplastik. Wir umgeben uns mittlerweile mit so viel Plastik, – ob Einrichtung, Gebrauchsgegenstände, Verpackung oder Kosmetik und Putzmittel – dass wir Reste davon auch immer wieder zu uns nehmen. Denn es gelangt über die Luft und das Trinkwasser in unser Essen – sogar in den Honig.

Mikroplastik-Stückchen werden von den Herstellern aber auch bewusst hineingepackt in verschiedene Produkte.  Peelingcremes, Zahnpasta, die die Zähne weißer machen sollen, Putzmittel und vieles andere. Uns wird ein Vorteil versprochen und dabei verseuchen wir damit langfristig die Umwelt und uns selbst. Wie viel Plastik in den Meeren schwimmt, ist schon Wahnsinn und es geht noch viel weiter. Na vielen Dank. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz hat darüber schon oft berichtet und er hat eine Liste mit Produkten zusammengestellt, die genau solches Mikroplastik enthält.

Zwar wird der Einkauf in der Drogerie nun noch ein bisschen aufwendiger. Schließlich muss man ja auch schon alles auf hormonell wirksame Stoffe überprüfen, die die Hersteller auch sehr gerne in die Kosmetik packen, um uns vorzugaukeln, wie toll die Produkte wirken und zu vertuschen, dass sie uns langfristig schaden – dank App ToxFox übrigens ganz einfach. Sich die Liste mal anschauen und dazu noch die paar Klicks auf dem Smartphone (Fortschritt ist manchmal doch ganz gut), kann sich aber auszahlen. Der Umwelt zuliebe.

Vielleicht will ja auch der ein oder andere noch schnell ein Weihnachtsgeschenk prüfen, bevor er es morgen verschenkt. Wie heißt es immer in der Werbung: „Weil wir es uns wert sind.“

Ein Gedanke zu „Der Umwelt zuliebe

  1. Lukas Bader

    hallo Jana,

    ich lese Deinen Blog gern, auch wenn ich nicht glaube, dass das schwitzen beim radeln am 23. Dez was mit Klimaerwärmung zu tun hat *smile*. zwei mal nachdenken beim konsumieren macht allerdings richtig Sinn

    LG Lukas aus Forbes

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