Kein Platz mehr für die wilden Bienen

WildbienenBerlin gilt als Bienenparadies. Doch das Paradies ist in Gefahr. Die Hauptstadt zieht immer mehr Menschen an, die hier leben wollen und diese brauchen Platz zum Wohnen. Der Bauboom wiederum lässt Brachen mit wild wachsenden Pflanzen, Sandhügeln und Bäumen verschwinden und schluckt Blühflächen. Besonders bedrohlich ist das aber nicht für die Honigbienen, sondern für ihre wilden Kolleginnen.

Ich habe den Wildbienen-Experten Christoph Saure auf eine Expedition zum ehemaligen Flugfeld Johannisthal begleitet und für die taz einen Beitrag darüber geschrieben.

Ursprünglich gab es hier im Bezirk Treptow-Köpenick über 200 verschiedene Arten der wilden Immen. Heute sieht es anders aus. Aus den Wiesen des Naturschutzgebiets mit vielen Wildkräutern und Blühpflanzen ist beinahe eine kahle Grassteppe geworden. Drumherum schränken Bauflächen das Gebiet ein, denn hier entsteht der neue Uni-Campus Adlershof.

Insgesamt wird die Zahl der Wildbienen in Berlin sinken, prognostiziert Saure, der im kommenden Jahr die neue Rote Liste für Wildbienen herausgeben wird. Ausschlaggebend dafür ist aber nicht nur der Bauboom.

Viele Grünstreifen und Parks in Berlin werden zudem zu oft und vor allem zu früh gemäht. Die Mitarbeiter der Grünflächenämter warten nicht ab, bis die Pflanzen verblüht sind und den Bienen keine Nahrung mehr liefern können. Zusätzlich fehlt es nach Aussage des Netzwerks blühendes Berlin an Wissen über eine geeignete Bienenweide, also über Pflanzen, die Nektar für Wild- und Honigbienen bieten.

Traurige Entwicklung. Noch gilt Berlin als grünste Großstadt Deutschlands. Mal abwarten wie lange noch!

Den Beitrag aus der taz könnt ihr hier nachlesen.>>>

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