Solidarisch mit den Kleinbauern

Folienzelte fürs Gemüse auf dem Gelände des kleinen Hofs im Spreewald.

Wer als Landwirt hauptsächlich Gemüse anbaut und dieses auf Wochenmärkten oder über andere Wege direkt an den Endverbraucher verkauft, hat einen erheblich größeren Aufwand als einer, der an den Großhandel liefert. Gerade kleine Höfe haben es schwer, im Konkurrenzkampf mitzuhalten. Zum Glück gibt es dennoch einige, die durchhalten. Und einige, die sich passende Geschäftskonzepte einfallen lassen, die ihnen das Überleben sichern und uns, die Verbraucher mit guten, regionalen Lebensmitteln versorgen.

Eines davon ist die „Solidarische Landwirtschaft“, bei der die Kunden zu mehr werden, als reinen Konsumenten von anonymen Produkten. Seit kurzem gehöre ich zu einer Gruppe, die bei einem solchen Konzept mitwirkt und für die Bauernzeitung habe ich jetzt auch darüber geschrieben.

Der Anbau von Obst und Gemüse ist viel arbeitsintensiver als der von Getreide oder beispielsweise Energiepflanzen wie Mais. Dennoch wollen und brauchen wir es: am besten möglichst aus regionalem Anbau, bio und unbelastet. Was vielen Verbrauchern zudem wichtig ist: Sie wollen immer alles verfügbar haben, genau dann, wenn sie Lust darauf haben und es soll in Form, Farbe und Größe perfekt sein. So funktioniert das aber nicht bzw. nicht ohne Folgen.

Viele Lebensmittel landen im Müll, weil sie den Ansprüchen nicht genügen. Die Landwirtschaft ist stark vom Wetter abhängig und nicht immer wächst alles so schnell oder langsam, wie man es gerade braucht. Es kann nicht immer alles verfügbar sein und gleichzeitig gibt es Phasen des Überflusses, mit denen man umgehen können muss, damit wertvolle Feldfrüchte nicht verderben. Wer sich mit einem möglichst natürlichen Obst- und Gemüseanbau auseinandersetzt, erkennt, dass es hierbei große Abhängigkeiten gibt und dass gerade Kleinbauern mächtig unter Druck stehen.

Eine Form für Verbraucher und Landwirte, den Druck etwas herauszunehmen, ist die „Solidarische Landwirtschaft“ oder „Community Supported Agricultur“ (CSA). Ich habe bereits in einem anderen Blog-Beitrag etwas dazu geschrieben, was hinter dem Konzept steckt und warum wir Teil einer solchen Gruppe geworden sind. Den Beitrag könnt ihr hier nochmals nachlesen.>>>

Für einen Beitrag in der Bauernzeitung habe ich mich nochmals ausführlich mit verschiedenen Landwirten unterhalten, die sich ganz bewusst entschieden haben, CSA anzubieten. Denn hinter dem Konzept steckt mehr als nur eine Form der Vermarktung. Es geht dabei auch um die Überzeugung, Anbaustrukturen und Kreisläufe so erhalten zu wollen, wie sie ursprünglich waren und es geht darum, dem Konsumenten die Möglichkeit zu geben, wieder näher zum Ursprung der Lebensmittelproduktion zu kommen: durch ein Verständnis für die Natur und durchs ganz praktische Mitmachen.

Den kompletten Beitrag könnt ihr hier nachlesen.>>>

Eine etwas abgeänderte Version für das Magazin „Hof direkt“ gibt es hier.>>>

Mitmachtag: Dreimal im Jahr kommen die Mitglieder in den Spreewald und helfen mit.

Susanne arbeitet auf dem kleinen Hof im Spreewald und kümmert sich hauptsächlich um die CSAler.

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