Selber kochen: die beste Alternative

Lena Pompanin im Café con Amore. Foto: Jana Tashina Wörrle

Wer sich mit der Lebensmittelhygiene in Restaurants und Kneipen beschäftigt, dem kann schon mal übel werden. Wer dann weiß, dass diese in Berlin kaum kontrolliert wird, der kocht lieber selbst.

Ok, ganz so schlimm ist es vielleicht nicht. Doch bei dem Thema bleibt in der Hauptstadt trotzdem einiges auf der Strecke. Ich habe darüber für die taz geschrieben und mit ein paar Gastronomen gesprochen.

Aufhänger des Themas ist die sogenannte Hygieneampel bzw. der Plan der Politik, die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen öffentlich zu machen. Bislang haben sich Unternehmen noch mit Erfolg dagegen gewehrt und einige Bundesländer mussten die Ergebnisse wieder aus dem Internet nehmen. Doch nun gibt es bundesweite Pläne. Mal schauen, was daraus wird.

Seit dem BSE-Skandal Mitte der 2000er Jahre gilt EU-weit, dass Lebensmittelunternehmer für Hygiene und Sicherheit ihrer angebotenen und hergestellten Produkte haften – und nicht mehr die staatlichen Kontrollstellen. Das könnten sie in Berlin auch gar nicht, den für knapp 53.000 gastronomische Betriebe bzw. Betriebe, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten oder in Verkehr bringen, sind derzeit nur knapp 90 Lebensmittelkontrolleure eingesetzt.

Die Verantwortung liegt also bei den Unternehmern und es gibt (wie der Beitrag am Beispiel vom Café con Amore in Charlottenburg auch zeigt) auch einige, die sich ordentlich kümmern. Aber genau diese sagen auch immer wieder, dass sie nicht mehr gerne bei andere Essen gehen. Das macht nachdenklich.

Selber kochen ist meiner Meinung nach auf jeden Fall immer die beste Alternative. Aber so ganz möchte man es sich auch nicht nehmen lassen, mal außer Haus essen zu können, ohne dass man danach mit Bauchkrämpfen oder Ähnlichem rechnen zu müssen. Oder? Viele Mikrokeime sieht und merkt man auch gar nicht direkt.

Ich sage nur: Guten Appetit und verlinke Euch hier meinen Beitrag.>>>

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