Barsch für Berlin

Frischer Fisch aus Berlin – diese Vorstellung klingt nicht so lecker, wenn man an die Spree oder die Havel denkt und daran, was darin manchmal so schwimmt. „Frischen“ Fisch bekommt man also eigentlich nur tiefgefroren. Oder man ist Hauptstadtbarsch.

Der Hauptstadtbarsch kommt nicht aus der Spree, sondern aus einem großen Wasserbottich. Er schwimmt nicht unter freiem Himmel, sondern unter Kunstlicht – und das mitten in Schöneberg auf dem Gelände der alten Malzfabrik. Der Hauptstadtbarsch wächst in einer Aquaponikanlage heran. Urban Fishing kombiniert mit Urban Gardening. 30 Tonnen Barsch und 35 Tonnen Gemüse werden hier jedes Jahr produziert.

Zur Aquaponik gehört immer auch die Hydroponik, der Gemüseanbau. Und auch dieser findet bei den ECF Farmers in einem großen Gewächshaus mitten in Berlin statt. Als ich die Stadtgärtner besucht habe, waren es gerade Tomaten, die dort mit Hilfe der Fische gedeihten. Ein spannendes Projekt und so zukunftsweisend, dass die Betreiber der Anlage mittlerweile Nachahmer in vielen anderen Ländern beraten, die dasselbe planen.

Für die taz habe ich über den Hauptstadtbarsch geschrieben (leider ist in die Unterzeile ein kleiner Fehler gerutscht – es sind dreißig statt drei Tonnen). Dabei ging es auch um den Ansatz, dass es immer mehr regionale Produkte direkt auch Berlin gibt und dass diese auch in den Supermärkten verkauft werden. Das Ziel: auch die nicht typischen Bioladen- und Wochenmarkt- und Fair-Grade-Messen-Besucher sollen mitbekommen, was es alles so gibt und wie man mit dem, was man einkauft auch Einfluss nehmen kann, auf das, was der Markt bietet.

Den Beitrag aus der taz könnt ihr hier nachlesen.>>>

Und hier gibt es ein paar Eindrücke von der Anlage: Leider konnte ich beim Besuch vor Ort bei den ECF Farmern die Fische nur durch eine Scheibe beobachten – wegen der Hygienevorschriften. An die Tomaten durfte ich näher ran.

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