Mehrwegkisten für den Schredder

Pfandflasche„Hauptsache individuell“. Ein Motto, das mittlerweile für alles gilt – sogar für Bierflaschen. „Der Verbraucher will es so“, ist auch zu hören, wenn man mit Vertretern der Brauereibranche spricht. Doch das hat Folgen – wie so oft für die Umwelt.

Zwar rühmt sich Deutschland mit einem erfolgreichen Pfandsystem und gerade in der deutschen Bierlandschaft heißt es, werde fast nur in Mehrwegflaschen verkauft. Doch in Wahrheit landen sogar ganze Mehrwegkisten – Flaschen und Plastikkisten gemeinsam – in den Müll. Der Grund: die große Vielfalt bei den Bierflaschen.

Umso unterschiedlicher die Flaschen sind, umso komplizierter wird das mit dem Pfand. Gab es einst einen großen Flaschenpool, den jede Brauerei nutzen konnte (den gibt es auch heute noch, aber er schrumpft) – jede Flasche, die sie über das Pfandsystem aus dem Handel zurückkam, konnte ausgewaschen und wiederverwendet werden – so bekommen die Brauereien nun kistenweise Flaschen, die sie nicht nutzen können, da sie ja ein anderes Design haben als das eigene.

So steigt der Aufwand beim Sortieren enorm. Zwar geht manch eine Brauerei einen Leergut-Tausch mit anderen ein; sammelt also und tauscht dann. Doch gerade, wenn die Flaschen von Brauereien kommen, die nicht gerade um die Ecke sind, lohnt sich das nicht. Dann wird geschreddert und Glas zertrümmert. Dann wandert alles in den Müll, denn der Transport der Flaschen wäre teurer als einfach neue zu kaufen. Ab in den Müll.

Über diese Probleme habe ich mit Brauereien und dem Deutschen Brauer-Bund gesprochen. Den dazugehörigen Online-Beitrag könnt ihr bei der Deutschen Handwerks Zeitung nachlesen. >>>

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