Industrieprodukt Fleisch

RinderkopfDie Nachfrage bestimmt das Angebot – von wegen. Die regionale Herkunft von Fleisch wird den Verbrauchern immer wichtiger, besagen Umfragen. Sie wollen wissen, woher die Wurst kommt. Warum wird dennoch vor allem beim Discounter gekauft? Warum gibt es so etwas wie Massentierhaltung und Tiere, die zum Schlachten eingezwängt durch die halbe Welt gefahren werden? Weil es uns eigentlich doch egal ist?

Einer der vielen Gründe, die dahinterstecken, ist das Sterben der kleinen Schlachtbetriebe, der kommunalen Schlachthöfe und damit die Zusammenarbeit zwischen Kleinbauern und Fleischhandwerkern. Wenn es keine Bauern mehr gibt, die statt tausenden nur ein paar Tiere halten, die diese beim Metzger ihres Ortes schlachten lassen können und dann entweder im eigenen Hofladen oder eben über den Metzger an die Leute des Ortes verkaufen, gehen Strukturen verloren, die sich so nie wieder zurückholen lassen. Bald ist es soweit.

Fleischer, die noch selbst schlachten, gibt es immer weniger. Von Kleinbauern ganz zu schweigen. So wird es aber auch immer schwieriger beim Metzger im Ort – wenn es denn noch einen gibt – regionales Fleisch zu bekommen, Spezialitäten und Eigenkreationen. Irgendwann kaufen alle bei ein und dem selben Großmarkt ein und auf unseren Tellern landet Tag für Tag ein Einheitsbrei. Aber noch viel schlimmer: Wenn der handwerkliche Charakter des Schlachtens verschwindet, geht das stark auf Kosten der Tiere.

Über die Probleme, die mit dem Verschwinden der Handwerksschlachtereien zusammenhängen, habe ich einen ausführlichen Online-Beitrag geschrieben und dazu auch einen noch selbst schlachtenden Fleischer besucht . Den Beitrag könnt ihr hier nachlesen.>>>

Fleischermeister Stefan Schulz aus Clenze schlachtet noch selbst.

 

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