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Glyphosat? Nein Danke

In Getreidefeldern wachsen oft Kornblumen, die den Bienen Nahrung bieten: Diese sterben ab, wenn Glyphosat gespritzt wird. Doch manchmal sammeln Bienen davor noch den belasteten Nektar.

Trauriges Ergebnis: Die EU-Staaten haben es tatsächlich nicht geschafft, sich darauf zu einigen, das Pflanzengift Glyphosat endlich vom Markt zu nehmen. Die Zulassung läuft morgen aus und sie wird verlängert.

Glyphosat gilt als krebserregend, es vernichtet Pflanzen, darunter auch viele Blüten, die die Bienen auf dem Land dringend bräuchten, und es hinterlässt in immer mehr Lebensmitteln Rückstände. Wie jetzt bekannt wurde, auch im Honig.

Zwar gibt es in Deutschland noch keine größeren Untersuchungen dazu. Doch einzelne Proben haben bereits hohe Werte gezeigt. Ich habe darüber einen Online-Beitrag für das Deutsche Bienen-Journal geschrieben. Er kann hier nachgelesen werden.>>>

Die Rückstandsproblematik betrifft zwar vor allem die Landimker, denn große Getreidefelder gibt es hier trotz des Trends zu Urban Gardening und Co. noch nicht. Doch alle sollten sich gemeinsam für eine Landwirtschaft einsetzen, die derartige Gifte wie Glyphosat einfach nicht benötigt, nicht möchte und auf natürlich Mittel setzt. Es ist ein Kreislauf: ohne Blüten keine Bienen, ohne Bienen keine Bestäubung und ohne Bestäubung wollen die Landwirte ihre Erträge anders steigern. Teufelskreis.