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Deutsche Äcker: Bald wird weniger gedüngt

AckerHättet ihr gewusst, dass 95 Prozent des Getreides, das in Deutschland geerntet wird, auch hierzulande in die Verarbeitung geht? Dass die Versorgungskette vom Getreide zum Mehl bis hin zu Brot und Brötchen noch sehr regional geprägt ist? Und das in Zeiten von Globalisierung und einem immer stärker werdenden Welthandel.

Auf deutschen Getreidefeldern ist aber dennoch nicht alles rosig. Die Überdüngung und dass nun etwas dagegen getan wird beschäftigt die Landwirte genauso wie die Müller. Ebenso das Thema Glyphosat, über dessen Wirkung auf unsere Gesundheit und die Umwelt noch immer gestritten wird. Die EU-Kommission will das umstrittene Totalherbizid für weitere zehn Jahre zulassen. Eine endgültige Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen. Anders bei der neuen Düngeverordnung. Sie ist in Kraft und soll dafür sorgen, dass weniger Stickstoffdünger auf den Feldern landet und damit auch weniger Nitrat im Trinkwasser.

Wie diese Entwicklungen die deutsche Müllerbranche beeinflussen, was sie befürchten und wie das alles auch Folgen für die Getreideprodukte hat, die wir täglich essen, habe ich in einem Online-Beitrag für die Deutsche Handwerks Zeitung zusammengefasst.

Es war ein spannendes Gespräch mit dem Geschäftsführer des Verbands der deutschen Müller und hat mir auch noch ein paar mehr interessante Infos beschert als die oben genannten: So vermahlen die deutschen Mühlen pro Jahr fast neun Millionen Tonnen Getreide; davon sind rund acht Millionen Tonnen Weizen. So ist klar, dass Weizen das Getreide ist, bei dem am meisten an Neuzüchtungen gearbeitet wird und über dessen Preis am meisten spekuliert wird. Und noch ein interessanter (und ein sehr bedauerlicher) Fakt: 1950 gab es in Deutschland noch fast 19.000 Mühlen, 1980 waren es noch gut 2.500. Heute sind es 550.

Meinen Online-Beitrag mit dem Titel „Mehl von heute: Konfrontiert mit Überdüngung, Glyphosat und dem Welthandel“ könnt ihr hier nachlesen.>>>